| Wasserkraftnutzung und grüner Strom – ein Widerspruch? | ||
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greenhydro
Internationale Richtlinien
weltweite Wasserkraftnutzung
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Als weitgehend emissionsfreie
und regenerative Energiequelle zählt die Wasserkraftnutzung global gesehen
zu den wünschenswerten Energiesystemen. Verglichen mit anderen erneuerbaren
Produktionsarten zeigt sie einen sehr hohen Wirkungsgrad und kann nachfragegerecht
grosse Strommengen zu einem relativ tiefen Preis produzieren.
Andererseits entstehen durch die Nutzung der Wasserkraft zum Teil massive Eingriffe in lokale Gewässerökosysteme und Landschaften. Überflutetete Berglandschaften, ausgetrocknete Flüsse oder weitläufige Schwall-/Sunkstrecken führten in den letzten Jahren dazu, dass die Argumente „für“ oder „gegen“ die Nutzung der Wasserkraft wie bei kaum einer anderen Energiequelle aufeinander prallen. Dies macht deutlich, dass die „Ökostrom aus Wasserkraft“ nur dann glaubwürdig sein kann, wenn bei der Produktion neben globalen auch lokale Umweltkriterien erfüllt sind. Die EAWAG hat daher ein Verfahren entwickelt, mit dem ein Wasserkraftwerk nachweisen kann, dass es einer umweltgerechten Produktion entspricht. In Zusammenarbeit mit dem Verein für umweltgerechte Elektrizität (VUE) wurden das greenhydro Verfahren bereits bei Pilotzertifizierungen angewandt und konnte erste Praxiserfolge verzeichnen. Entsprechend einer unabhängigen Beurteilung zählen Wasserkraftwerke, die nach dem greenhydro Verfahren zertifiziert wurden und dadurch berechtigt sind, das Ökolabel naturemade star zu tragen, international zu den glaubwürdigsten grünen Wasserkraftproduzenten. |
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